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Betreuung mit Fitness-Trackern: Digital Personal-Training

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Wearables, Fitnessarmbänder, Activity-Tracker, Fitness-Tracker – unscheinbare Accessoires, die allerdings eine Menge Informationen über den Lifestyle aufzeichnen. Wenn Klarheit über die Aussage der Daten besteht, können diese nicht nur an unsere tägliche Aktivität erinnern. Sie können auch eine entscheidende Hilfe bei der Dokumentation und Durchführung des Trainings von Fitness-Sportlern sein.

Doch weißt Du als Trainer, ob Deine Kundschaft alle Funktionen der Fitness-Tracker kennt? Wofür die Werte und Analysen tatsächlich genutzt werden? Zur Selbstmotivation? Zum spannenden Zeitvertreib? Um anzugeben? Wie auch beim Training selbst, ist eine ausführliche Einführung in das Trainingsgerät notwendig, um die gewünschten Erfolge zu erzielen. Greifst Du bereits auf die Daten in Deinen Betreuungsgesprächen zurück und bindest sie in die Trainingsplanung Deiner Kunden mit ein?

Wir von ALIVE haben die wichtigsten Produkte mit unseren Kunden getestet. Im Folgenden geben wir Dir einen Überblick der relevanten Funktionen der Fitness-Tracker und zeigen, wie Du und Deine Kunden von der Technologie profitieren könnt.

Fitness-Tracker für die Betreuung via Fernwartung

COVID-19 hat deutlich beweisen, dass auch der Fitness-Sektor digitalisiert werden muss. Nicht nur mit Fitness-Videos auf YouTube, Instagram und Co. Insbesondere die persönliche Betreuung, die meist nur im Studio erfolgt, sollte auch außerhalb des Fitnessclubs erfolgen, um die Motivation der Kunden aufrecht zu erhalten. Die bisherigen Ausgangsbeschränkungen haben einmal mehr bewiesen, dass regelmäßige Bewegung der Grundpfeiler für einen gesunden Lifestyle ist – physisch und psychisch.

Empfehlung täglicher Schritte

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Quelle: Bewegungsempfehlungen der WHO und des Bundesgesundheitsministerium

Welche Vorteile und Funktionen bieten Wearables?

Die Funktionen der Fitness-Tracker variieren je nach Hersteller und Modell. Die wichtigsten Funktionen und deren Einsatz im Training findest Du im Folgenden im kurzen Überblick:

  • Aktivitäts-Messung: Wie viele Schritte macht der Kunde am Tag? Bewegt er sich auch außerhalb des Trainingsplans oder beschränkt er sich auf die definierten Maßnahmen? Für die Analyse des Kalorienverbrauchs ist dies eine solide Basis. Die Maßzahlen können sich je nach Modell unterscheiden.
  • Puls-Messung: Über Sensoren am Handgelenk kann der Puls (Ruhepuls, Tagespuls, Trainingspuls, Maximalpuls) sehr genau gemessen und die Intensität des Trainings analysiert werden.
  • GPS-Tracking: Für Ausdauer-Trainings ist dies ideal, um die Distanz und die Geschwindigkeit des Sportlers zu erkennen.
  • Inaktivitäts-Alarm: Alle 90 Minuten erhält der Träger eine Erinnerung, dass er sich bewegen soll, z. B. eine kurze Stretch-Einheit, ein kurzer Spaziergang durchs Büro etc.
  • Schlaf-Tracking: Diese Funktion trackt die Ruhephasen, prüft die Schlafdauer und die Qualität sowie die Einschlaf- und Aufwachzeiten.
  • Blutdruck: Die Blutdruckmessung ist nur begrenzt möglich. Die Werte können aber dennoch über ein herkömmliches Blutdruckgerät gemessen und manuell in die App eingetragen werden, um einen ganzheitlichen Gesundheitsüberblick zu erhalten.
  • Fitness-Tests: Die Marke Polar hat die sogenannte “Ownzone” im System integriert – individuelle Tests, abgestimmt auf das persönliche Fitness-Level.
  • Social-Funktionen: Vor allem Smartwatches profitieren von den bekannten Apps für Musik, Smart-Pay, Messengers etc.
  • Fitness-Tracking: Viele Fitnessarmbänder bieten die Funktion, Wiederholungen automatisch mitzuzählen, ergo: der Träger kann sich voll und ganz aufs Training konzentrieren.

Die wichtigsten Themen, mit denen Kunden auf Personal-Trainer zukommen? Ich möchte abnehmen. Ich möchte Muskeln aufbauen. Ich möchte meine Ausdauer erhöhen. Wie können also diese drei wichtigsten Sport-Bereiche mit Fitness-Trackern und Deiner persönlichen Betreuung effizient unterstützt werden?

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Fitness Wearables werden auch im Kursbereich und bei Gruppenstunden eingesetzt

Fitness-Tracker zum Abnehmen

Um ein gesundes Körpergewicht zu erzielen, musst Du Dir zunächst einen Überblick über den Kalorienverbrauch Deines Kunden machen. Hier spielt natürlich der Unterschied zwischen täglicher “normaler” Bewegung und dem gezielten Training eine Rolle. Sobald der Kalorienverbrauch bekannt ist, kann ganz leicht ein Kalorien-Defizit durch die Anpassung der Kalorienzufuhr bestimmt werden. Im Umkehrschluss wird der Ernährungsplan angepasst.

Das pulsgesteuerte Training hilft zusätzlich, die optimale Intensität zur idealen Fettverbrennung zu berücksichtigen. Sensible Sensoren in den Fitnessarmbändern können selbst kurze Pulsveränderungen erkennen und so die Analyse noch exakter gestalten.

Wearables nutzen zum Muskelaufbau

Um den Muskelaufbau gezielt anzuregen, wird eine Kalorienüberschuss benötigt. Die Kalorienzufuhr muss also höher sein als Kalorienverbrauch. Mit dem gezielten Aktivitäts-Tracking und einem Ernährungsplan kann das Muskel-Training aus der Ferne kontrolliert und betreut werden. Beim Muskelaufbau ist auch die Erholungsfunktion bei Wearables relevant, um die Regenerationsphasen optimal zu erfassen.

Mit Fitness-Trackern die Ausdauer steigern

Im Fokus der Ausdauer-Sportarten steht das Herz-Kreislauf-Training. Mit gezieltem Puls-Tracking kann das Ausdauer-Training effizient unterstützt und optimiert werden.

Wie profitieren Mitglieder von Fitness-Trackern?

Die Fitness-Betreuung ist nicht nur auf die vier Studiowände begrenzt. Es muss auch im gewohnten Alltag das Bewusstsein bei den Kunden geschaffen werden.

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Smartwatches und Wearables sind in allen Generationen angekommen und im Einsatz

Der Fitness-Tracker ist immer mit dabei und motiviert seinen Träger. Er ist ein 24/7-Reminder, um vom Schreibtisch kurz aufstehen, die Übungen aus dem Trainingsplan durchzuführen, ein Trainingsprogramm auf YouTube zu machen und vieles mehr.

Aufgrund der automatischen Dokumentation von Schlafdaten, Aktivitätslevel und Training entfällt der lästige Papierkram und eine lückenlose Dokumentation ist möglich. Dabei hat der Kunde selbst direkten Zugriff auf Analysen und Auswertungen zum Training. In Echtzeit kann er seine Erfolge sehen und motiviert sich so selbstständig, seine Ziele zu erreichen. Mithilfe einer definierten Schnittstelle kannst Du als Trainer ebenfalls auf die Daten zugreifen und sofortige Hinweise geben und gegebenenfalls Kontakt zum Kunden aufnehmen.

Wie profitierst Du als Trainer von Wearables bei Deinen Kunden?

Erfolgreiche Trainer werden durch erfolgreichen Kunden gemacht. Also solltest Du alles daran setzen, Deine Kunden zu mehr Aktivität zu motivieren. Genau hier kommt der Fitness-Tracker zur Hilfe. Er unterstützt Dich mithilfe von Push-Notifications, Deine Kunden an das tägliche Training zu erinnern und speichert die Daten. So gewinnst Du mehr Zeit, Dich mit den Analysen zu beschäftigen und Deinem Kunden das bestmögliche Training zu garantieren.

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Trainer bieten Hilfestellung im Einsatz mit den digitalen Tools und Trainingshilfen

Wie gestaltet sich das Personal-Training mit Fitness-Trackern?

Die Grundpfeiler der Fitness-Beratung gelten auch beim Personal-Training mit Wearables. Definiere mit Deinen Kunden die gewünschten Ziele. Es liegt an Dir, den perfekten Trainingsplan zu entwerfen, der auf die Bedürfnisse Deiner Kunden ausgerichtet ist. Fitness-Tracker sind dabei ideal, um auch aus der Ferne Tipps und Tricks zu geben. So kannst Du immer mit einem geschulten Auge über das Training wachen und bei Bedarf sofort einsteigen.

Erstgespräch für den gezielten Einsatz von Fitness-Trackern

Beachte immer, dass nicht jeder Kunde technisch versiert ist und sich mit den neuesten Gadgets perfekt auskennt. Das liegt natürlich auch an der Zielgruppe und am persönlichen Interesse. Im besten Fall machst Du Dir im Vorhinein bereits Gedanken, welches Fitnessarmband das richtige für Deinen Kunden sein könnte.

Das Erstgespräch sollte nicht länger als 15Minuten dauern. Diese Zeit solltest Du für die passende Modell-Auswahl, vor allem bzgl. Tragekomfort, und die Erklärung der wichtigsten Funktionen nutzen. Denk bei der Modell-Auswahl auch immer an die intuitive Nutzung, v. a. bei einer älteren Zielgruppe. Wichtig: Im ersten Gespräch geht es nicht um absolute Analysen. Vielmehr geht es um Trends und darum, das Bewusstsein zu schaffen und grobe Richtwerte zu vermitteln. Das Wearable können die Kunden gegen ein geringes Pfand ausleihen.

Zweitgespräch und Folgegespräche zur Analyse und Auswertung der Daten

Für eine genaue und ausführliche Datenanalyse und Bewertung sollte der Kunde mindestens eine komplette Woche, idealerweise sogar zehn bis 15 Tage, mit einem Wearable seinen Tagesablauf tracken. Dabei muss eine klare Unterscheidung zwischen den Routinen während einer Arbeitswoche und einer Urlaubswoche sowie zwischen einem Werktag und dem Wochenende erfolgen.

Für die Folgegespräche sollten sich Trainer und Kunde 20 bis 60 Minuten Zeit nehmen, um ausführlich über die Auswertung zu sprechen. Außerdem wird in diesen Folgeterminen der Trainingsplan angepasst und ggf. weitere Apps und Funktionen eingesetzt.

Welche Vorkenntnisse benötigst Du für die Arbeit mit Fitness-Trackern?

Fitness-Tracker sind nichts anderes als herkömmliche Fitnessgeräte im Studio. Du als Trainer solltest Dich also mit den Utensilien auskennen und selbst damit trainieren, um eine bestmögliche Beratung zu erzielen. Folgende Vorkenntnisse sind deshalb sinnvoll, um das digitale Training in Deinen Plan zu integrieren:

  • Du hast über einen längeren Zeitraum bereits selbst ein Wearable genutzt.
  • Idealerweise hast du unterschiedliche Modelle genutzt und kennst deren Eigenheiten.
  • Du kennst die größten Wearable-Anbieter und hast einen Überblick über die aktuellen und gängigsten Modelle, Apps und deren Updates.
  • Du hältst Dich mit regelmäßigen Fortbildungen up-to-date in der Fitness-Branche.
  • Du hast eine Ausbildung zum Cardio-Trainer, um pulsgesteuerte Trainings zu leiten.
  • Du kennst Benchmarks zu Messwerten wie Aktivitätslevel, Schlafwerte, Puls, Blutdruck etc.

Hat der Trainer Zugriff auf die Fitness-Tracker-Analysen?

Je nach Wearable können unterschiedliche Betreuungs- und Analyse-Modelle definiert werden. Vier Modelle können für die Fernwartung können möglich sein:

  1. Trainer hat keinen Zugriff: Das Auslesen der Daten ist ausschließlich im Zweitgespräch möglich.
  2. Trainer erhält den Zugriff über Login-Daten von Kunden: Bei Bedarf können die Daten eingesehen werden; Achtung: Datenschutz!
  3. Kunde teilt diverse Daten via Community-Funktion oder Freundeslisten: Diese Funktion kann als Motivation gesehen werden, z. B. durch persönliche Duelle zwischen Trainer und Kunde.
  4. Spezielle “Coach-Trainer-Funktion“: viele Anwendungen haben diese Funktion integriert, sodass beide Parteien parallelen Zugriff auf die Daten haben und der Trainer direkte Einstellungen vornehmen kann.
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Nach welchen Kriterien wird das richtige Wearable gewählt?

Die Technik ermöglicht die Bereitstellung individueller Funktionen. Diese Personalisierung sollte unbedingt genutzt werden! In unserem ALIVE-Scan kannst Du mit wenigen Klicks Deine Persona definieren und so den richtigen Fitness-Tracker für das Training finden.

Gerne beraten wir Dich auch persönlich zu den Möglichkeiten! Kontaktiere uns einfach und wir finden gemeinsam den perfekten Fitness-Tracker.

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